Der Ablauf des Schützenjahres

Vorsaison

Das Schützenjahr beginnt Anfang Januar. Meist am ersten Samstag des neuen Jahres treffen sich die Mitglieder zur Generalversammlung in der Schützenhalle. Hier werden die wichtigsten Beschlüsse gefasst und die Gremien gewählt. Mitte Januar findet dann der Schützenball, ebenfalls in der Schützenhalle, statt. Dieser Ball ist, neben dem Schützenfest und dem Feuerwehrball, das gesellschaftliche Ereignis in Fladderlohausen. Fast 300 Gäste feiern hier zusammen mit den Hofstaaten aus Fladderlohausen und Holdorf.

Im März hält der Verein sein Frühjahrschießen ab.

Wenn es dann auf den Mai zugeht, werden die Lorser unruhig. Das Schützenfest kündigt sich eine Woche vorher durch das Vorschießen an, bei dem neben den normalen Schieß- und Knobelwettbewerben auch einige Pokale ausgeschossen werden, die auf dem Schützenfest vergeben werden, so der Kompaniepokal oder die Pokale der Jungen und Mädchen.

Am Freitag vor dem Schützenfest geht es dann in den Kompanien hoch her. Da werden Wimpelbänder über de Straßen gezogen und Fahnen gehisst. Jede Kompanie ist hier für einen bestimmten Bereich zuständig.

Schützenfest- Samstag

Am Schützenfestsamstag trifft sich Jung und Alt nachmittags zum Schmücken. Während die einen, aufgeteilt in mehrere Gruppen, den Umzugsweg durch das Dorf mit Birken schmücken, richten die anderen den Platz her. Hier wird letzte Hand an den Schießstand gelegt, das Podium für die Musik aufgebaut und der Ehrenbogen am Eingang errichtet.

Bei einer ökumenischen Andacht wird abends das Fest offiziell begonnen. 

Am Abend ist dann der Tanz für Jung und Alt, zu dem die Gäste aus Nah und Fern nach Lorse strömen.

Schützenfest- Sonntag

Am Sonntag findet der große Festumzug statt. Nachdem die einzelnen Kompanien auf ihren Plätzen angetreten sind, geht es mit Musik zum Dorfplatz, wo sich alle Kompanien vereinigen und dem Kommandeur übergeben werden. Wenn der König die Front abgeschritten und wieder in seiner Kutsche Platz genommen hat, kann der Umzug beginnen. Angeführt von den Kindern, die hinter dem Kinderadler herlaufen, geht es durch das geschmückte Fladderlohausen.

Schützenfest 2014: Die II. Kompanie

Schützenfest 2014: Die II. Kompanie

Beim Kriegerdenkmal wird dann der Toten gedacht und ein Kranz niedergelegt. Hiernach geht es zum Festplatz, auf dem der Präsident das Schützenfest feierlich eröffnet. Die Kinder vergnügen sich währenddessen bei der seit 1951 stattfindenden Kinderbelustigung, die in den ersten dreißig Jahren von den Fladderlohausener Lehrern und seit 1981 von Dagmar Stickfort geleitet wird. Die größeren Mädchen und Jungen messen sich derweil beim Adlerschießen. Am frühen Abend wird der neue Kinderkönig samt Hofstaat feierlich inthronisiert, bevor es ins Festzelt geht.

Schützenfest- Montag

Am Montag wird wieder ein Umzug durchgeführt, bei dem auch schon der neue Kinderkönig in der Kutsche sitzt. Am Platz angekommen lässt der Kommandeur nicht eher wegtreten, bis der amtierende König den ersten Schuss auf den Adler gemacht hat. Dann heisst es: “Zum Freibier weggetreten!” Im Laufe des Tages fängt nun die Gerüchteküche an zu brodeln: Wer schießt wohl? Ich habe gehört…! Ich glaub, der macht das! Und so weiter. Wer letztendlich den Adler von der Stange holt, weiß keiner vor dem endgültigen Schuss. Ist es dann soweit, haben die Schützen eine gute Stunde Zeit, bevor sie ihren neuen König vom Dorfplatz abholen und ihn zum Schützenplatz geleiten, wo er festlich inthronisiert wird. Hiernach ist der Tanz für alle, bei dem, nachdem das Königspaar einen Ehrentanz aufs Parkett gelegt hat, alle mitmachen.

Nachsaison

Am ersten Wochenende im Juli findet das Nachschießen statt, bei dem der König ein Fass Freibier spendiert. Außerdem werden hier wieder wertvolle Schieß- und Knobelpreise unters Volk gebracht.

Sowohl im September als auch November gibt es mit dem Herbst- und dem Jahresabschlussschießen noch Veranstaltungen, die das Schützenjahr abrunden und die Zeit zwischen Schützenfest und Schützenball nicht so lang erscheinen lassen.